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PELS-LEUSDEN -: KÄTHE KOLLWITZ zum 100. Geburtstag. Graphik - Handzeichnungen - Plastik. Ausstellung vom 1. Juli bis 30. September 1967, Galerie Pels-Leusden, Berlin. Zwei Exemplare des Kataloges, beide interessant und sehr aufschlußreich, da mit Vergleichspreisen, sowie Namen von Verkäufern und Käufern handschriftlich reich annotiert. 49 S. mit zahlreichen Abbildungen, O.-Broschur, 21 x 14,5 cm.

"Mit umfangreichen Beilagen: 1- Doppelseitiger eigenhändiger Brief des Galeristen Hans Pels-Leusden an den Kunstkritiker Hans Kinkel, datiert 11. 7. 67: "Riesenpresse, Fernseh- und Rundfunkresonanz. Ich taumele von einem Interview in das andere. Auch der Verkauf hat sich gut angelassen." Mit einer Journalistin, die im Vorfeld für das Handelsblatt über die Ausstellung schrieb, zeigt sich der Galerist allerdings unzufrieden: "Meistens haut sie daneben und verzapft Blech!" Nun erhofft er sich vom Adressaten Beiträge in der FAZ und der Stuttgarter Zeitung, die der Bedeutung der Ausstellung gerecht werden: "Gäste aus Paris bestätigten mir gestern, dass meine Ausstellung wesentlich stärker sei als die Pariser Kollwitz Ausstellung." 2- Der in der Ausgabe vom 11./12. August im Handelsblatt erschienene ausführliche Artikel Kinkels zu der Ausstellung. Zur Vorbereitung dieser Würdigung der Bemühungen Pels-Leusdens um das Werk von Käthe Kollwitz hatte Hans Kinkel in einem Katalog neben die gedruckten Preise handschriftlich die Preise notiert, die die aus der Sammlung Salman Schocken stammenden graphischen Blätter auf der spektakulären Hauswedell-Auktion im Juni 1967 erzielt hatten. Pels-Leusden war hier als entschlossener Bieter gegen die Konkurrenz aus der Schweiz (Kornfeld) und aus Kanada (Muhlstock) aufgetreten und versuchte nun mit seiner Ausstellung zum 100. Geburtstag der Künstlerin den Kollwitz-Markt auf einem hohen Niveau zu konsolidieren. In dem zweiten hier vorliegenden Exemplar des Ausstellungskataloges sind die Verkäufe bis zum 23.7.67 mit Namen der Käufer notiert. 3- Der handschriftliche Vorentwurf für den Artikel, 6 S. in blauer Tinte auf Papier. 4- Umfangreiche Notizen Kinkels zu der Ausstellung, 40 Noitzblock-Seiten, teils in blauer Tinte, teils in Bleistift, mit Informationen über Verkäufe während der Ausstellung, mit Zitaten von Pels-Leusden, biographischen Daten zu Salman Schocken, zur Preisentwicklung der Kollwitz-Arbeiten etc. 5- Eine weitere Rezension der Ausstellung, geschrieben von Edith Kohagen für die Ausgabe der Welt am Sonntag vom 9. Juli 1967. Insgesamt ein für die Käthe Kollwitz-Forschung aufschlussreiches kleines Konvolut, das den Zusammenhang kunsthändlerischer Strategien, journalistischer Recherche und Berichterstattung und dem Sammlerinteresse von Privatpersonen und Institutionen in der Nachkriegszeit erhellt."
Preis: 180 EUR